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Heimatleuchten mit Conny Buergler am Attersee

Freitag, 1. September 2017 um 20:15 Uhr auf Servus TV

Conny Bürgler begibt sich auf die Spuren der Sommerfrischler von einst & jetzt am
Oberösterreichischen Meer – dem Attersee. Unterwegs zu Land & zu Wasser gilt es für sie
das sommerliche Lebensgefühl am See zu erkunden.

Wer schon immer mal selber Lokführer sein wollte – mit der Nostalgie Garnitur der
Attergaubahn geht das. So steht auch Moderatorin Conny Bürgler selbst an den Hebeln
eines alten Schmalspurtriebwagens, der noch bis 1972 die Sommergäste direkt an den See
brachte.

Am Landungsplatz angekommen, steigt man dann um aufs Schiff, um zu anderweitigen
Zielen am See aufzubrechen. Ebenso machen es auch die musikalischen Lokalmatadore – die
Musikanten der Krauthäupl Musi – die Conny mit Stücken aus dem Salzkammergut hinaus
auf den Voralpensee und in den idyllischen Garten der Villa Paulick entführen. Bereits Gustav
Klimt und seine Gefährtin, die Modeschöpferin Emilie Flöge, waren gerngesehene Gäste in
der historistischen Sommerfrische-Villa des K&K Hoftischlermeisters Friedrich Paulick, die
umgeben von einem Park direkt am Seeufer in Seewalchen thront.

Die nachfolgende Bildergalerie ist mittels Pfeiltasten (links, rechts) bedienbar.

Die schönsten Schiffe am See stammen freilich aus der Bootsbauerwerft Haitzinger. Einem
Familienbetrieb seit vier Generationen, wo Conny Bürgler beim Bau eines Elektro-Holzbootes
mit anpacken darf. Haitzinger Senior baute einst das erste Dampfschiff am See – die „Kaiserin
Zita“ – das sich derzeit beim Junior Chef Johannes in Revision befindet. Seit der Gründung
der Bootsbauerei 1889 werden hier die unterschiedlichsten Boote gebaut: geklinkerte
Ruderboote, alle Arten von Rennjollen, Sonderklassen, Drachen, Elektro- und Motorboote,
Olympiaklassen, Einzelstücke und Serien in Holz oder Kunststoff. Wobei das Herz von Chef
Johannes Haitzinger bei Holzbooten deutlich höher schlägt.

Die Seemannslieder eines 20 Stimmen gewaltigen Männerchores dürfen an dieser Stelle
nicht fehlen. Die Kawenzmänner geleiten Conny Bürgler musikalisch zu einer Ausfahrt mit
dem Ur-Boot überhaupt – einem handgeschnitzten Einbau. So haben sich bereits die ersten
Siedler am See in der Jungsteinzeit fortbewegt und das wilde Attersee Ufer erforscht. Mit
Knochen-/Bronze-/Eisenmeißeln wurden die Einbäume im Verlauf der Zeit gebaut und am
Attersee erst unlängst von einem Team rund um Experimentalarchäologen Wolfgang
Lobisser mit Originalwerkzeugen nachgebaut. Bei einer Fahrt im Einbaum mit Lobisser und
dem Pfahlbau Delegierten Gerald Egger erfährt Conny wo sich einst die ersten
Pfahlbaudörfer am See befanden und wo heute noch unter der Wasseroberfläche Überreste
zu finden sind. Mit dem Einbaum über das Wasser gleitend lernt Conny den See von seiner
ursprünglichen Seite kennen, denn es gibt sie noch vereinzelt, die unberührten Seeufer.

Die Erkundung des Attersees geht aber noch weitaus tiefer – nämlich mit den Tauchern des Feuerwehrstützpunktes in Weyregg. Tauchpionier Hellas Riepl war dort Ende der 1950erJahre einer der ersten Taucher. Mit den einfachsten Gerätschaften ist er damals nach untengegangen – höchst gefährlich – aber für das Gefühl Unterwasser „fliegen“ zu können – hätten die jungen Burschen alles riskiert. Für Conny Bürgler kramt Hellas in seinen Erinnerungen:Eine alte Gasflasche diente als Gehäuse für die erste Unterwasserkamera am See und einEinsatz der Feuerwehrtaucher war früher eine Sensation, die mitunter Staus auf dennahegelegenen Seestraßen verursacht hat. In der Tiefe hat man freilich „Luft gespart“, weiles am See noch keine Möglichkeit gab die Sauerstoffflaschen aufzufüllen und als Gewichtedienten den Pionieren Plastiksäcke gefüllt mit Steinen.


Zurück an der Wasseroberfläche kommt man nicht umhin die zahlreichen privaten Villen am
Seeufer zu bestaunen. Anfang des 19. Jahrhunderts etablierte sich die Sommerfrische v.a. in
Bad Ischl. Den Attersee hatte der Wiener Adel nicht am Radar und so blieb er „frei“ um ab
der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts vom liberal orientierten, städtischen
Bildungsbürgertum als Urlaubsort entdeckt zu werden. Vor allem Künstler, Architekten,
Schriftsteller und Geschäftsleute kamen zunächst als Pensionsgäste an den See und
avancierten nicht selten zu Villenbesitzern. Vom Wasser aus betrachtet bereits ein Traum, ist
Conny zusammen mit Villenexperte Alwis Wiener in den schönsten Häusern am See zu Gast
und darf auch umgekehrt die herrliche Aussicht von den exklusiven Seegrundstücken aufs
Wasser hinaus und auf die zahlreichen Schiffe genießen.

Ein Segelboot sticht dabei ganz besonders hervor – die Taranga. Feuerrot und komplett aus
Stahl ist das Schiff von Raphael Fichtner „gebaut für die Ewigkeit und alle Meere“, von denen
der junge Seemann durchaus auch einige auf seiner Liste hat. Im Mai 2018 will er vom
Heimathafen am Attersee mit der Taranga Richtung Nordkap aufbrechen. Was bis dahin
noch alles zu tun ist, wird Conny Bürgler in Erfahrung bringen.

Eingebettet zwischen Schafberg und Höllengebirge besticht der Attersee mit einem
außergewöhnlichen Naturschauspiel, das an sich schon zum Verweilen und Genießen
einlädt. Hinzukommen aber auch noch die Menschen mit ihren Geschichten, die dem See
ein ganz besonderes Flair verleihen und das Lebensgefühl am See maßgeblich prägen.

 

Sendetermine:

Freitag,01.09.2017, 20:15 Uhr
Samstag, 02.09.2017, 01:15 Uhr
Sonntag, 03.09.2017,  18:10 Uhr
Mittwoch, 06.09.2017, 12:10 Uhr